Reger Austausch mit Ulli Nissen und Martina Feldmayer
Jugendmigrationsdienste Frankfurt stellen zum bundesweiten Aktionstag ihre Arbeit vor

Martina-Feldmayer (Grüne), Ulli-Nissen (SPD), Dr-Melihan-Cinar (Respekt Coach), Jule-Gerhard (Beraterin Jugendmigrationsdienste), Klaus-Lukas-Wolter (Respekt Coach)

Am 30.06.2021 trafen sich im Frankfurter Gallus die SPD-Bundestagsabgeordnete, Ulli Nissen, und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im hessischen Landtag, Martina Feldmayer, mit Mitarbeitenden der AWO Jugendmigrationsdienste. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Jugendmigrationsdienste 2021 stellten Michael Albers, Geschäftsführer der AWO Perspektiven Bildung gGmbH, Regina Hobert, Teamleiterin der Beratungsdienste die praktische Arbeit und deren Wirkung vor.

Welchen Stellenwert das Angebot für junge Menschen mit Migrationsgeschichte hat und welche Wirkung es zeigt, machte ein 10minütiger Film deutlich, der anlässlich des Aktionstages mit Unterstützung des Gallus Zentrums produziert wurde. Zwei junge Männer, aus Eritrea und aus dem Libanon, erzählen hier ihre Geschichte und beschreiben wie wichtig die Unterstützung der Jugendmigrationsdienste für ihre Integration in Deutschland war und ist. Link zum Video: https://youtu.be/6GScw0PblRQ

Ulli Nissen und Martina Feldmayer zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote und den Erfolgen der Jugendmigrationsdienste. „Der Spracherwerb und der Übergang Schule-Beruf sind die Kernthemen unserer Arbeit“, erläuterte Regina Hobert. „Darüber hinaus haben wir mit den Respekt Coaches ein primärpräventives Programm aufgelegt, das mit präventiven Angeboten Respekt, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen an Schulen fördert.“

Unter der Pandemie haben viele junge Menschen mit Migrationsgeschichte besonders zu leiden. „Unsere Ratsuchenden wurden abgehängt“, konstatiert Regina Hobert. „Die Probleme – fehlender Wohnraum, Schulden, fehlende adäquate Ausbildungsplätze – haben sich durch die Pandemie verschärft. Der Integrationsprozess wurde dadurch unterbrochen.“

Auf die Frage der beiden Politikerinnen, was denn die Forderungen der Jugendmigrationsdienst an die Politik seien, stellten das Team der AWO drei Wünsche in den Vordergrund: „Die Jugendmigrationsdienste müssen langfristig und besser gefördert werden. Wir brauchen Planungssicherheit, denn nur so können wir die Unterstützung bei der Verselbständigung unserer Ratsuchenden gewährleisten. Außerdem müssen strukturelle Barrieren, die die Integration von Menschen mit Migrationsbiografie erschweren, dringend abgebaut werden. Dazu gehört auch, die Menschen dabei zu unterstützen an Digitalisierungsprozessen teilzuhaben und die vorhandene Zugangsbarrieren abzusenken.“

Ulli Nissen und Martina Feldmayer zeigten sich offen für weitere Gespräche mit den Jugendmigrationsdiensten und vor allem auch mit jungen Menschen mit Migrationsgeschichte.

Informationen:

Die AWO Jugendmigrationsdienste sind ein Angebot der AWO Perspektiven Bildung gGmbH, die zur AWO Hessen-Süd gehört. Sie sind mit Beratungsstellen an zwei Standorten in Frankfurt vertreten: in Frankfurt-Höchst und im Gallusviertel. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten finden sich hier: www.awo-hs.org/jugendmigrationsdienste