Hell, freundlich, schön
36 Bewohner des Pflegeheims in der Industriestraße ziehen in das neue Haus im Kiefernweg

Erstmal gemütlich ankommen war die Devise am Samstag. 36 pflegebedürftige Menschen sind von ihrem alten zu Hause in der Industriestraße in das Neue im Kiefernweg gezogen. (Foto: Swen Klingelhöfer)
Im neuen Haus gibt es gemütliche Sitznischen, die zum Verweilen einladen. (Foto: Swen Klingelhöfer)

Die Freude war groß bei den AWO-Verantwortlichen um Betriebsleiterin Franziska Stache, Sozialdienstleiterin Andrea Laut und Pflegedienstleiterin Kata Mujanovic. Über Monate hinweg hat man auf den Umzug aller Heimbewohner hingearbeitet, Kontroll- und Aufgabenlisten erstellt. Helfer von DRK, ASB, AWO, aber auch Angehörige und Ehrenamtliche wurden einbezogen und eingeplant. Am Samstag war es dann soweit. Alles lief planmäßig und die 36 Bewohner aus der Industriestraße konnten die neuen Räumlichkeiten kennen lernen und ihre Zimmer beziehen. 

Das neue zu Hause ist nur wenige Straßen weiter. Im Kiefernweg ist in den letzten Jahren ein großer, moderner Gebäudekomplex mit stilvoll und feinsinnig eingerichteten Räumen entstanden. Er vereint gleich mehrere Angebote an einem Ort: Die Arbeiterwohlfahrt betreibt das stationäre Pflegeangebot mit insgesamt 48 Plätzen. Im Erdgeschoss betreibt der ASB eine Tagespflege, sowie eine Demenz-WG für zehn Bewohner. Im Sommer 2017 wurde gegenüberliegend ein Gebäude mit Service-Wohnungen eröffnet. Die 13 Wohneinheiten mit zusätzlichen Serviceangeboten werden vom ASB verwaltet. 

Durch die unterschiedlichen Angebote wollen die Verbände ein möglichst durchlässiges und an den Bedarfen der Menschen orientiertes Angebot schaffen. Dabei ist aber auch der Austausch mit dem Quartier ein wichtiger Bestandteil. Neben Veranstaltungen und Vorträgen gibt es ein öffentlich zugängliches Café, das Begegnungsräume schafft. Jeder ist willkommen. Betrieben wird das Café durch die Aumühle (Mission Leben).

Dieses neue Angebot in Erzhausen wurde „Wohnen und Pflege Rodensee“ getauft und ist mit einem Investitionsvolumen von rund 10,3 Mio. Euro das größte Sozialprojekt in der Geschichte der Gemeinde Erzhausen. Es ist aber auch aus dem Grund historisch, dass erstmals AWO, ASB und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau gemeinsam ein solches umfassendes Projekt partnerschaftlich und sehr erfolgreich angegangen sind.