Brensbach: Ansehen der Pflege verbessern
Landtagsabgeordneter Holschuh informiert sich bei der AWO über das Thema Pflege

Markus Mai (r.) und Iris Göttmann freuten sich über den Besuch von Landtagsabgeordneten Rüdiger Holschuh (SPD) und stellten die Räumlichkeiten im AWO Oberscholzenhof in Brensbach vor. Foto: Swen Klingelhöfer.

Zu einem Austausch rund um das Thema Pflege besuchte SPD-Landtagsabgeordneter Rüdiger Holschuh den AWO Oberscholzenhof in Brensbach. Heimleiterin Iris Göttmann und Betriebsleiter Markus Mai freuten sich über den Besuch und das damit verbundene Interesse an der Arbeit der über 50 Beschäftigten.

 

Das AWO-Haus wird seit dem Jahreswechsel gemeinsam vom AWO Kreisverband Odenwald und AWO Bezirksverband Hessen-Süd getragen. Groß umstellen mussten sich die Beschäftigten nicht, da bereits im Vorfeld viele Bereiche im engen Austausch organisiert wurden, wie etwa das Qualitätsmanagement. Eine Besonderheit des Hauses mit seinen 54 Plätzen und den freundlichen, hellen Aufenthaltsräumen ist der denkmalgeschütze Gebäudeteil. In der ehemaligen Stallung werden heute unter anderem Besprechungen abgehalten und Beratungen durchgeführt. Die Führung durch das Haus bot einen Einblick in die einzelnen Wohnbereiche, sowie die Gemeinschaftsräume, die ebenso wie die Zimmer der Bewohner großzügig ausfallen und ansprechend gestaltet sind.

 

Im anschließenden Gespräch konnte sich SPD-Mann Rüdiger Holschuh aus erster Hand informieren, wie die Problemlagen in der Pflege aus Sicht der AWO aussehen. So benennt die AWO die unterschiedliche Bezahlung innerhalb der Pflege in Deutschland als ein Problem. Denn nur die Minderheit der Träger von Pflegeeinrichtungen verfügt über einen Tarifvertrag für die Beschäftigten. Die AWO gehört zu den wenigen Trägern, die sich dazu verpflichtet fühlen.

Im Bereich der Pflegepolitik war man sich schnell einig, dass die Refinanzierung des Pflegepersonals verbessert werden sollte, denn so kann mehr Personal eingesetzt werden. Den Bewohnern will die AWO keinen höheren Eigenanteil zumuten. Tarifgebundene Arbeitsplätze und mehr, refinanziertes Personal seien die richtige Richtung in der Pflege. Dazu solle die stationäre Pflege und die Arbeit der Pflegekräfte auch stärker von der Politik gewürdigt werden.